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Great review from the “Badische Zeitung”

Sie hat das Zeug, ein Star zu sein. Sie ist jung und schön, tiefgründig und witzig. Vor allem aber besitzt sie einen Trumpf: ihre Stimme. Luisa Robbin legte im vollbesetzten Nellie Nashorn in Lörrach ein Konzert hin, an dem es nichts auszusetzen gab. Im HipHop-Outfit und mit Bierglas in der Hand kletterte die Musikerin auf die Bühne, nachdem sie ihre Freunde in der ersten Reihe umarmt hatte. Das war natürlich und irgendwie studentisch-locker. Bei ihren Ansagen wirkte Luisa Robbin mädchenhaft-sanft, fast bescheiden. Dann gleich im ersten Lied entfaltete sich diese Stimme, die weiter und größer ist als der Raum. Eine Stimme, die ins Freie will, die vollkommen selbstsicher ist. Man hört es sofort: Luisa Robbin ist in der Musik, ist in ihrem Gesang zu Hause.

Sie singt auf englisch, einer Sprache, die ihr nahe ist, weil sie häufig in Kanada war. Vermutlich gibt es auch einen zweiten Grund: Für eine internationale Karriere würden deutsche Texte eine Hürde darstellen. Luisa Robbin hat die meisten Lieder, die sie zur Gitarre sang, selbst geschrieben. Sie sind persönlich, handeln von Liebe und Freundschaft, von den Lebenserfahrungen der Mittzwanzigerin. Eine Ausnahme machte der Song “Heart beats”, der von einer nigerianischen Sängerin stammt. Es geht um Kindersoldaten und einen grausamen Krieg. “Blood, blood, blood, blood”, klingt es in endloser Wiederholung, das Lied geht unter die Haut. Luisa Robbin, die zurzeit Musik in Freiburg studiert, erinnert an Norah Jones, hebt sich aber durch die Hiphop-Elemente, die sie gerne einbaut, ab. Den ersten Teil des Konzerts bestritt die Musikerin, ganz Singer/Songwriter, nur mit ihrer Gitarre. Dies sei der ruhigere, melancholischere Teil, sagte sie selbst. Die Melancholie scheint zu ihrem Leben zu gehören, das ist spürbar. Und die Melancholie ist der Nährboden für ihre Lieder.

Nach der Pause wurde es lebhaft auf der Bühne. Key Szost (Keyboard), Felix Jakumeit (Bass) und Silas Benz (Schlagzeug) sind Musikstudenten, die Luisa Robbins Lieder toll begleiten und überdies mit einigen Soli aufwarten. Die Mischung aus Hiphop, Soul, Funk und Elektro ist einfallsreich, alles andere als alltäglich. Die Zuhörer begannen zu wippen und zu tanzen, der Funke war spätestens jetzt auf alle übergesprungen. Ein gelungenes Konzert. Gerne mehr davon!

Original review: www.badische-zeitung.de

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